Die Geschichte des Kugelschreibers - Erfolgreicher und nachhaltiger Werbeartikel

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Kugelschreiber zählen zu den beliebtesten Werbemitteln und es gibt tausende Hersteller von Kugelschreibern wie  Prodir und Senator um nur einige zu nennen. Schon 150 Jahre alt und trotzdem noch total modern; man findet ihn auf jedem Schreibtisch, in allen (Bücher-)Taschen. Ob als kleines (Werbe-)Geschenk mit keckem Logo darauf oder in teurer Auflage, geben tut’s ihn überall: den Kugelschreiber. Schon im 16.Jahrhunder entwickelte Galileo Galilei die ersten Vorläufer. Etwa 300 Jahre später wurden weitere ähnliche Geräte patentiert, bis der Ungar Lászlo József Bíró im Jahre 1938 den „ Kuli“ wie wir ihn heute kennen, erfand. Als Inspiration sollen ihm Druckwalzen gedient haben, die ihre Farbe auf ähnliche Weise aufs Papier bringen. Um den Stift mit Schreibspitze, Schreibkugel und Tintenreservoir  zu entwickeln, benötigte Bíró 18 Jahre: der „ Fountain Pen for Pulpy Ink“ war erfunden.

Schreiber fürs Fliegen

Der erste Durchbruch erfolgte 1944 mit der Gründung der ersten Kugelschreiberfabrik der Welt in England.  Hier wurde in Serie produziert und vorrangig an die Royal Air Force geliefert , 30000 Stück im ersten Jahr .Das lag daran, dass Henry Martin – der Gründer der Firma- erkannte, dass es sich um das ideale Schreibgerät für Flugzeuge handelte, da Kugelschreiber selbst in Flughöhe nicht anfingen zu klecksen und einwandfrei funktionierten, verglichen zum handelsüblichen Füllfederhalter. Nachdem in den folgenden Jahren zahlreicher Unternehmer begannen die neuartigen Stifte zu produzieren, entwickelte sich das Patent bis 1950 zu einem Massenprodukt was weltweit erhältlich war. In Deutschland kamen 1950 die ersten Modelle für etwa 20 DM in die Läden.

Der Aufbau eines klassischen Kulis

Im Allgemeinen ist das Prinzip recht simpel: zunächst einmal gibt es das Gehäuse und die Mine. Das Gehäuse, das für alle sichtbar ist, besteht meist aus Plastik oder Metall, seltener aus Holz oder Keramik. Die Miene lässt sich in 3 Teile aufteilen: das Tintenreservoir, die Schreibkugel und die Schreibspitze. Im Tintenreservoir befindet sich eine extrem lang haltbare und schnell trocknende Tintenpaste, die mit Hilfe der Schreibkugel auf das Blattpapier übertragen wird. Die Schreibkugel sitzt in der Schreibspitze, die aus Metall gefertigt ist. Durch das Bewegen des Kugelschreibers über das Papier dreht sich die Kugel und verteilt somit die Paste auf dem Untergrund. Damit die Kugel möglichst lange haltbar ist, wird sie aus sehr hartem Keramikmaterial angefertigt und hat normalerweise einen Durchmesser von 0,7-1,4 mm. Natürlich gibt es auch hier bestimmte Spezialanfertigungen die entsprechend dünnere oder dickere Kugeln haben, sowie z.B. die weltweite kleinste Kugel, die in Japan mit einem Durchmesser von 0,2 mm produziert wurde. Der Dreh- oder Druckmechanismus der das uns nur allzu bekannte „KLICK“ Geräusch erzeugt und damit die Spitze in das Gehäuse zurück fährt, dient zur längeren Haltbarkeit der Paste. Dadurch dass die Paste so schnell trocknet, ist Verschmieren oder Klecksen praktisch unmöglich und macht den Schreiber somit zu einem oftmals dem Federfüllhalter vorgezogenem instrument. Dies gilt besonders für Linkshänder. Trotz allem gilt noch immer für Schulkinder: erst wird das Schreiben mit dem traditionellen Füller erlernt und erst wenn das perfekt sitzt , keine Kleckse mehr zu sehen sind, darf der dann doch praktischerer Kugelschreiber verwendet werden.

Der Begriff Kuli

Der ist nämlich eigentlich fehl am Platz, da Kuli ursprünglich für „Tintenkuli“ steht, der 1928 von Rotring erfunden wurde. Dieser hat mehr Ähnlichkeit mit dem Füller, da hier durch einen Dosierstift der mit einem Tintenfässchen verbunden ist, langsam Tinte auf das Papier läuft.

Unglaubliche Fakten

Kugelschreiber sind statistisch gesehen deutlich gefährlicher sind als Haie oder Blitzeinschläge. Untersuchungen zu Folge sterben jährlich 100-300 Deutsche an verschluckten Kuli Teilen. Durch Blitze sind es nur 4 pro Jahr, durch Haiangriffe noch weniger.

So klein und nebensächlich wie uns Kugelschreiber auch meistens vorkommen möchten, so sollten wir dem inzwischen längst verstorbenem László Bíró dankbar sein, dass er tagtäglich  100.000den Menschen den (Arbeits-)Alltag erleichtert. So wird  der alltägliche Stift fast schon wieder zu etwas besonderem und vielleicht auch deswegen steht der bereits  seit 2009 im Guinness Buch der Rekorde: der größte Kugelschreiber der Welt mit einer Länge von 333 cm ist stolze 8 kg schwer! – ein ganz schön langer Weg für einen eigentlich so kleinen Teilnehmer unseres alltäglichen Lebens.

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